Paysafe
Paysafe wurde 1996 gegründet und hat seinen Hauptsitz in London. Der Konzern ist an der New York Stock Exchange notiert und umfasst mehrere Marken, die im Glücksspiel eine zentrale Rolle spielen: die E-Wallets Skrill und Neteller, die Prepaid-Lösung paysafecard und die Cashier- und Orchestrierungsplattform PaymentIQ. Die Aktivitäten erstrecken sich auf Europa, Nordamerika, Lateinamerika und weitere Märkte.
Paysafe positioniert sich als Spezialist für regulierte Unterhaltungsbranchen und verweist auf eine langjährige Präsenz im europäischen und US-amerikanischen Glücksspiel. Durch die Kombination aus eigenen Wallets, Acquiring und Orchestrierung kann der Konzern Betreibern mehrere Schichten des Zahlungsprozesses aus einer Hand liefern.
Für Betreiber
Betreiber erhalten über Paysafe die konzerneigenen Methoden Skrill, Neteller und paysafecard, Karten-Acquiring für Visa und Mastercard, Apple Pay und Google Pay, Open Banking, Banküberweisung, Trustly sowie Interac für Kanada. Da Skrill und Neteller zu den meistgenutzten Casino-Wallets gehören, erhalten Betreiber mit einem Paysafe-Vertrag direkten Zugang zu diesen Spielerkonten inklusive Auszahlungen. Die Orchestrierungsschicht PaymentIQ ermöglicht zusätzlich die Anbindung externer PSPs über denselben Cashier.
Integration
Paysafe bietet eine REST API, einen gehosteten Checkout, einen Cashier und die Orchestrierungsplattform PaymentIQ, über die Betreiber Routing und Reporting steuern können. Das Preismodell wird auf Anfrage vereinbart; veröffentlichte Tarife liegen nicht vor. Für Betreiber, die ohnehin Skrill oder Neteller anbieten wollen, kann die Bündelung mehrerer Leistungen beim selben Anbieter den Vertragsaufwand reduzieren.
Lizenzen und Compliance
Paysafe hält über Skrill beziehungsweise Paysafe Financial Services eine E-Geld-Lizenz der britischen FCA und ist nach PCI DSS Level 1 zertifiziert. Weitere Lizenzen, etwa US-Glücksspiel-Vendor-Zulassungen oder EU-Lizenzen anderer Konzerngesellschaften, sind in unserer Faktenbasis nicht aufgeführt und gelten als nicht veröffentlicht. Die Börsennotierung an der NYSE sorgt für öffentliche Finanzberichterstattung.
- FCA EMI (UK) via Skrill / Paysafe Financial Services
- PCI DSS Level 1
Vorteile
- Eigentümer von Skrill, Neteller und paysafecard, drei der im Glücksspiel am weitesten verbreiteten Methoden
- Orchestrierung über PaymentIQ und Karten-Acquiring aus demselben Konzern
- FCA-E-Geld-Lizenz und langjährige Erfahrung in regulierten Märkten Europas und der USA
Nachteile
- Preise nur auf Anfrage, keine veröffentlichten Konditionen
- Abhängigkeit von einem Konzern, wenn Wallets, Acquiring und Orchestrierung gebündelt werden
- Außerhalb der FCA-Lizenz und PCI DSS sind keine weiteren Lizenzen öffentlich belegt
Fazit
Paysafe ist eine naheliegende Wahl für Betreiber, die Skrill, Neteller und paysafecard als Kernmethoden führen und zugleich Acquiring oder eine Cashier-Orchestrierung suchen. Wer die Abhängigkeit von einem Konzern vermeiden will, kann die Wallets auch über Dritt-PSPs oder Orchestratoren anbinden und Paysafe nur punktuell nutzen.
Häufige Fragen
Welche Marken gehören zu Paysafe?
Zu Paysafe gehören die E-Wallets Skrill und Neteller, die Prepaid-Lösung paysafecard sowie die Cashier- und Orchestrierungsplattform PaymentIQ.
Ist Paysafe reguliert?
Paysafe hält über Skrill bzw. Paysafe Financial Services eine E-Geld-Lizenz der britischen FCA und ist nach PCI DSS Level 1 zertifiziert. Der Konzern ist an der NYSE notiert.
Kann ein Casino über Paysafe auch Open Banking anbieten?
Ja. Neben Karten und den eigenen Wallets unterstützt Paysafe Open Banking, Banküberweisung, Trustly und Interac.